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Die 23. PRIDE PICTURES gehen erfolgreich zu Ende Featured

Der Vorhang ist geschlossen und das 23. PRIDE PICTURES – Queer Film Festival Karlsruhe Geschichte. Mit einem Besucherrekord von mehr als 1000 Kinogängern endete unser sechstägiges Filmfestival im Studio 3 der Kinemathek Karlsruhe.

Der Eröffnungsfilm „Kater“, dem diesjährigen Gewinner des TEDDY-Award der Berlinale 2016, startete in einem ausverkauften Haus mit medialer Präsenz. Die Landeschau aktuell des SWR-Fernsehens berichtete. Das PRIDE PICTURES-Festival war in diesem Jahr mit dem Anspruch gestartet, queerer und bunter zu werden und die „schwul-lesbischen“ Grenzen zu sprengen. Das Programm mit internationalen Langfilmen, Dokumentationen und den beliebten Kurzfilmnächten zog ein breiteres Publikum als in den vergangenen Jahren an. Das Kinopublikum, gemischt mit queerer und nicht queerer Ausrichtung, vertreten in allen Altersgruppen, honorierte unsere Filmauswahl mit durchweg guten und sehr guten Bewertungen. Weitere Highlights des Festivals waren die internationale Produktion „Sworn Virgin“ sowie die Europapremiere des Filmes „Liberty`s Secret“ in Anwesenheit des US-amerikanischen Regisseurs Andy Kirshner.

Die PRIDE PICTURES-Party, veranstaltet im Badischen Staatstheater, trat mit der Wahl des Veranstaltungsortes in das Rampenlicht des Kulturlebens Karlsruhe. Verknüpft mit den positiven Resonanzen des Festivalpublikums ist ein weiterer Schritt gelungen, sexuelle Ausrichtungen aller Couleur in der Mitte der Gesellschaft zu verankern. Der Erfolg dieses Festivals soll Anspruch und zugleich Herausforderung für die 24. PRIDE PICTURES im Herbst 2017 sein.

Bis dahin bleiben wir aktiv und zeigt Flagge. In Kooperation mit dem La Vie, Queeres Jugendzentrum Karlsruhe, wird am 14.10.2016 der Film „Aus der Haut“ im La Vie präsentiert. Zum Welt Aids Tag zeigen wir im Studio 3/Kinemathek am 02.11.2016 den Film „Who`s gonna love me now?“. 

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Die 24. PRIDE PICTURES 2017 suchen Eure Beiträge: Reicht ab sofort Eurer Filmmaterial mit queerem Thema ein unter

 

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Bund fördert Deutschlands queere Filmfestivals

 

QueerScope erhält Unterstützung von ganz oben: Erstmals fördert der Bund die 13 queeren Festivals, die seit vielen Jahren deutschlandweit kooperieren und den Zuschauern ehrenamtlich Ausschnitte aus der queeren Filmlandschaft in Form eines Festivals präsentieren. Wir freuen uns sehr mit unseren Freunden aus ganz Deutschland über die Würdigung unserer Arbeit!

Endlich Bundesförderung für Queere Filmfestivals – ein großartiger Erfolg für die Lesbisch Schwule Filmszene in Deutschland!

Logo QueerScope

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WHO’S GONNA LOVE ME NOW? anlässlich des Welt-Aids-Tages

Tomer & Barak Heymann, Israel/Großbritannien 2016  
Digital, 84 Min., deutsche Untertitel

Saar hat den Erwartungen seiner Eltern nie entsprochen. Seit er sich vor 17 Jahren den Regeln seines Kibbuz widersetzte und von der Gemeinschaft ausgeschlossen wurde, war er für seine Familie nicht mehr existent. Er verlies Israel, um in London ein freies schwules Leben zu beginnen. Nach einer dreijährigen Partnerschaft suchte er exzessive Sex- und Drogenabenteuer, bis er HIV-positiv getestet wurde und gezwungen war, sein Dasein zu überdenken. Im London Gay Men’s Chorus, dem größten schwulen Männerchor in Europa, hat er schließlich ein Zuhause gefunden und schöpft dort aus der Musik, den Mut für eine Wiederbegegnung mit seiner Familie.

Einfühlsam, mit Humor und Charme dokumentiert der Film, wie sich der inzwischen Vierzigjährige und seine ihm entfremdeten Eltern und Geschwister auf den Weg machen, sich gemeinsam ihren Zerwürfnissen und Ängsten zu stellen.
(nach: Panorama, Berlinale 2016)

Natürlich darf an diesem Tag die AIDS-Hilfe Karlsruhe nicht fehlen. Sie kommt mit vielen Roten Schleifen, Teddys und natürlich Infos rund um das Thema HIV und STI.

Fr 2.12.  21.15 Uhr
Kinemathek/Studio3

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Queer Movie Night mit AUS DER HAUT im La Vie

 

In Kooperation mit La Vie – Queeres Jugendzentrum zeigen wir am 14.10. um 19:30 Uhr den Film AUS DER HAUT mit Merlin Rose, Claudia Michelsen und Johann von Bülow. Der Eintritt ist frei!

„Aus der Haut“ ist ein Film über den Wahnsinn des Erwachsenwerdens, über Eltern, die sich erwachsen wähnen und denen das Leben einen Strich durch die Rechnung macht sowie über die empfindliche Statik des Zusammenlebens in der Familie. (Weitere Informationen)

La Vie Logo

 

 

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Closing Night mit Europapremiere

Am heutigen Abend beschließen wir die 23. PRIDE PICTURES mit der Europapremiere von LIBERTY’S SECRET. Zu Gast ist Regisseur und Filmhochschuldozent der Michigan State University Andy Kirshner, der lange acht Jahre an dieser musikalischen Persiflage über die Absurditäten beim US-Präsidentschaftswahlkampf gearbeitet hat. Natürlich kommt die Liebe nicht zu kurz. Im Anschluss gibt’s ein Q&A für alle Interessierten.

 

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Philipp Hochmair zu Gast – Update

Liebe Gäste, wir müssen euch leider mitteilen, dass Philipp Hochmair wegen Erschöpfung nicht an der heutigen Festivaleröffnung teilnehmen kann. Nichtsdestotrotz werden wir einen tollen Abend haben!

Um 20 Uhr gibt’s einen Sekt für alle, die wollen!
Und um 20.30 geht’s dann los mit KATER. Wir freuen uns sehr auf Euch!

Karten gibt’s an der Kasse der Kurbel/Kinemathek
in der Kaiserpassage 6, 76133 Karlsruhe,
Tel.: 0721 8318 5300

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HOLLA DIE WALDFEE MEETS PRIDE PICTURES

Party für L/GAY/QUEER/TRANS/CINEAST & Freund*Innen der tanzbaren Musik
STAATSTHEATER Karlsruhe (Baumeisterstraße 11, 76137 Karlsruhe)
ab 23.00, Eintritt 5,- €/mit Kinoticket 3,- €

Falls ihr’s noch nicht wusstet: Holla die Waldfee ist stolz, so ein schickes Filmfest wie die PRIDE PICTURES in der Stadt zu haben. Selbstredend rollen wir den roten Teppich aus, lassen die Korken knallen, zwirbeln die Schnurrbärte, üben die Moves, checken die Beats, rutschen die Schweißbänder zurecht und hüllen das STAATSTHEATER in einen flirrenden Regenbogen-Schimmer. Denn: Was wir lieben, müssen wir feiern!

Und keinesfalls wuppen wir das Ding ohne unsere verehrten Gäste, ohne Euch! Also kommt zahlreich ins Staatstheater und feiert mit Holla-DJ LeFrik & DJ Yana Heinstein die Festivalparty der PRIDE PICTURES. Alternative Indie- und Electro-Töne werden euch beglücken!  Be part of the show!

Raus aus den Schränken, Fächern und Schubladen!!
www.facebook.com/HolladieWaldfeeKarlsruhe

Logo STAATSTHEATER KARLSRUHE

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Freikarten zu gewinnen!

Zu den 23. PRIDE PICTURES verlosen wir je 5 Freikarten zu den Filmen GIRLS LOST und WEEKENDS.
Beantwortet folgende Frage per Kommentar auf Facebook oder per Mail mit dem Betreff „Gewinnspiel“ an ich-will-gewinnen@pridepictures.de

WIE VIELE LANGFILME ZEIGEN DIE PRIDE PICTURES IM JAHR 2016?

Wir wünschen euch viel Glück!
Euer PRIDE PICTURES-Team

Teilnahmebedinungen:
Die Verlosung wird von PRIDE PICTURES e.V. (siehe Impressum) veranstaltet. Teilnehmen können vom 26.9. bis 3.10. alle Freunde der queeren Community ab 16 Jahren. Verlost werden am 4.10. je 5 Freikarten für GIRLS LOST und WEEKENDS; Glücksfee ist ein PRIDE PICTURES-Mitglied. Die Gewinner werden umgehend via E-Mail und/oder Facebook benachrichtigt und ihr Name an der Kinokasse vermerkt. Gegen Vorlage eines amtlichen Ausweises erhält der Gewinner seine Freikarte. Der Gewinn muss 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden und wird nicht in bar ausgezahlt.
Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Ansprechpartner und Verantwortlicher ist alleine der Veranstalter. Es werden nur die Daten temporär gespeichert und genutzt, die zur Kontaktaufnahme im Falle eines Gewinns erforderlich sind.

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Programm 2016 online

Zum bereits 23. Mal ist es soweit: Vom 4. bis 9. Oktober findet unser Filmfestival PRIDE PICTURES im Studio 3 der Kinemathek Karlsruhe statt. Wir haben monatelang Filme gesichtet und bieten nun das beste daraus für Cineasten aller Couleur. Die neue Ausrichtung als Queer Film Festival soll die „schwul-lesbischen Grenzen“ sprengen, bunter werden und ein breiteres Publikum anziehen. Neben fiktionalen sowie dokumentarischen Produktionen sind auch die traditionellen Kurzfilmnächte Teil des Programms. Die Filmauswahl spannt den Bogen von einfühlsamen Liebesdramen über das Hinterfragen von Geschlechteridentitäten bis hin zu humorvollen und manchmal auch absurden Stoffen. Dabei sind die Genres ebenso vielfältig wie die Länder aus denen die Werke stammen.

Bereits jetzt ist das vollständige Programm online, Karten gibt’s an der Kasse der Kurbel, Kaiserpassage 6, 76133 Karlsruhe.

Viel Spaß beim Durchstöbern, wir sehen uns im Oktober!

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KATER

Händl Klaus, Österreich 2016, 80 Min., OF

Alles ist perfekt für Andreas und Stefan. Die beiden Männer leben mit ihrem Kater Moses wie im Paradies. Ein schönes, altes Haus in den Wiener Weinbergen dient den beiden als Lebens- und Liebesresidenz. Als Disponent und Musiker im selben Orchester prägt nicht nur die Leidenschaft für die Musik, sondern auch der große Freundes- und Kollegenkreis und nicht zuletzt die Liebe zu ihrem pelzigen Gefährten den Alltag der beiden Männer. Doch eines Morgens erschüttert ein vollkommen unerwarteter Gewaltausbruch Stefans die harmonische Beziehung der beiden. Skepsis und Entfremdung bestimmen von jetzt an den Alltag und stellen eine nur schwer überwindbare Hürde dar. Während Stefan den Boden unter den Füßen verliert, ringt Andreas weiter mit seinem Misstrauen und um seine Liebe zu Stefan.

Nach seinem preisgekrönten Debütfilm MÄRZ inszeniert Händl Klaus in seinem zweiten Werk die Vertreibung zweier Liebender aus dem Paradies. Mit viel Feingefühl für die männliche Seele und die Abgründe in uns, erzählt diese poetische Ballade von der Fragilität der Liebe. Die Darsteller Philipp Hochmair und Lukas Turtur sind herausragende Theaterdarsteller, die mit ihrem authentischen Spiel tief beeindrucken. Völlig zu Recht gewann KATER auf der diesjährigen Berlinale den Teddy Award in der Kategorie Bester Spielfilm.

DIENSTAG 4.10., 20.30 

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QUAND ON A 17 ANS

André Téchiné, Frankreich 2016, 116 Min., OF mit deutschen UT

Damien und Thomas gehen in dieselbe Gymnasialklasse – und mögen sich ganz und gar nicht. Sobald Worte nicht mehr genügen, um sich gegenseitig zu verletzen, prügeln sie aufeinander ein. Dabei könnten sie Freunde sein: Damien, der Sohn der Landärztin Marianne und eines Militärfliegers, der gerade im Auslandseinsatz ist, und Thomas, Adoptivsohn mit maghrebinischen Wurzeln, der in einer Bauernfamilie auf einem abgelegenen Berghof lebt. Als die Bäuerin nach mehreren Fehlgeburten wieder ein Kind erwartet und einer komplizierten Schwangerschaft entgegensieht, nimmt Marianne den verschlossenen Jungen für eine Weile bei sich auf. Damien und Thomas müssen nun unter einem Dach leben…

In seinem neuen Film behandelt André Téchiné das Aufwachsen in verschiedenen sozialen Milieus, die Verwirrungen der Jugend und die Erziehung der Gefühle. Ein raues südwestfranzösisches Bergdorf in den Pyrenäen im Wechsel der Jahreszeiten wird zur Seelenlandschaft für die zwischen Ablehnung und Anziehung changierende Beziehung zweier junger Männer. Der Filmtitel nimmt Bezug auf das Gedicht Roman von Arthur Rimbaud, das mit dem Vers beginnt: On n’est pas sérieux, quand on a dix-sept ans. (Wenn man erst siebzehn ist, kann man nicht ernsthaft sein.)

MITTWOCH 5.10., 19.00

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RARA

Pepa San Martin, Chile / Argentinien 2016, OmeU

Sara lebt nach der Trennung ihrer Eltern mit ihrer jüngeren Schwester bei ihrer Mutter, die mit einer Frau zusammenlebt. Ihr Alltag unterscheidet sich kaum von dem anderer Familien, und Sara ist es ziemlich egal, dass ihre Mutter lesbisch ist. Der Vater sieht das anders. Sara erforscht mit ihrem unvoreingenommenen, klugen Blick die Welt einer harmonischen Nicht-Standard-Familie. Als Saras 13. Geburtstag ansteht, ist sie überfordert: die erste Verliebtheit, ein Körper, der sich verändert, und jetzt noch die Loyalitätskonflikte mit ihren Eltern … alles wirkt falsch. Sara und ihre Schwester beobachten dieses Drama der Erwachsenenwelt, von dem sie ferngehalten werden, das jedoch ihre eigene Welt so grundlegend verändert.

Das Drehbuch beruht auf einem realen chilenischen Sorgerechtsfall des Jahres 2004, in dem eine Richterin das Sorgerecht für ihre Kinder verlor, weil sie lesbisch war. In ihrem Langfilmdebüt erzählt Pepa San Martin eine einfühlsame, wunderbar beobachtete Geschichte mit leisen Tönen und menschlichen Werten. Sanft, aber geradlinig zeichnet sie eine Familie, die langsam in den Sog der Ereignisse gerät. Der Film endet, bevor der Prozess beginnt. Das selbstbewusste und großartige Spiel der jungen Julia Lubbert als Sara vollendet diesen außergewöhnlichen Film.

MITTWOCH 5.10., 21.15

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BARASH

Michal Vinik / Israel, 2015 / 81 Min. / hebräische OF mit dt. UT

Die 17-jährige Naama Barash lebt in einem Vorort von Tel Aviv, genießt den Alkohol, die Drogen und das Rumhängen mit ihren Freundinnen. Damit flüchtet sie vor den ständigen Kämpfen ihrer Eltern zuhause und ihrer rebellischen Schwester, die in der Armee dient. Eines Tages verschwindet die Schwester und bringt die gesamte Familie in Aufruhr.

Barash verliebt sich zum ersten Mal – in die neue Schülerin Hershko. Die Intensität dieser Gefühle zu der so anders und frei erscheinenden Hershko verwirrt sie. Barash erlebt Unbekanntes und begibt sich auf die Suche nach ihrer emotionalen Identität.

Michal Vinik erzählt nicht nur ein Coming of Age-Drama, sondern zeichnet zugleich das Bild einer Generation, die rebelliert. Die Protagonisten, gelangweilt und ermüdet von der beengenden gesellschaftlichen Situation in Israel, fliehen vor der Realität und sich selbst. Sivan Noam Shimon als Naama Barash und Hadas Jade Sakori als Dana Hershko verkörpern diese leidenschaftlichen, teilweise unsicheren Charaktere in einem authentischen und intensiven Wechselspiel. Barashs Vater Gideon, hervorragend dargestellt von Dvir Benedek, ergänzt mit seiner überdrehten, argwöhnischen Paranoia das Bild einer vielschichtigen, konfliktgeladenen israelischen Gesellschaft.


DONNERSTAG 
6.10., 19.00

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HOLDING THE MAN

Neil Armfeld, Australien 2015 / 127 Min. / OmU

HOLDING THE MAN ist die wunderbare Geschichte zweier Männer und ihrer gegenseitigen, tief empfundenen Liebe, von der ersten Schwärmerei über zahlreiche Widrigkeiten bis zum letzten Atemzug des Geliebten. Sie handelt von Leidenschaft, Glück und Schmerz einer 15-jährigen Beziehung, dem Kampf gegen die HIV-Erkrankung, sowie der kaum erträglichen Trauer nach dem Verlust.

Der Film beruht auf der Autobiografie von Timothy Coningrave, der in den 80ern ein gefragter Theaterschauspieler, Schriftsteller und Aktivist in Australien war und seinem Leben mit dem Footballspieler John Caleo. Bis heute gelten sie als das bekannteste homosexuelle Paar Australiens.

Regisseur Neil Armfield (CANDY, 2006) besetzte die Hauptrollen mit zwei weitgehend unbekannten Darstellern, konnte für die Nebenrollen aber einige der bekanntesten Schauspieler Australiens gewinnen, u. a. Geoffrey Rush. Das Drehbuch verfasste Tommy Murphy auf Grundlage seiner Bühnenadaption der Biografie. Filmmusik und Ausstattung versetzen uns in die 70er und 80er Jahre und lassen Erinnerungen wach werden. Ein berührendes Meisterwerk aus Australien.

DONNERSTAG 6.10., 21.15

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WHAT’S THE MATTER WITH GERALD?

Matt Riddlehoover, USA 2016, 98 Min., OmU

Nach den Worten von Autor Matt Riddlehoover ist sein Film “a light drama with a touch of magic”. Es geht um Gerald, einen Gelegenheitsalkoholiker in seinen Dreißigern. Er lebt in Nashville vom Treuhandfond seines Vaters, der lieber finanziell blutet als seinen Sohn anzuerkennen. Jeden Morgen wacht Gerald mit undefinierbaren Rückenschmerzen auf und probiert mit leicht hypochondrischen Zügen jede erdenkliche medizinische Behandlung, einschließlich Akupunktur und Reflexzonenmassage, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Was ist los mit Gerald? Und wer kann ihm helfen, das herauszufinden? Sein erzkonservativer Freund Charles, mit dem er seit mehr als 9 Jahren eine Beziehung führt, ist ebenso wenig eine Hilfe wie seine versnobte Mutter Doris, die ihren verhätschelten Schoßhund „Mully“ und Männerbekanntschaften mehr zu lieben scheint, als ihren Sohn.

Auf Empfehlung einer Freundin sucht Gerald die kettenrauchende spirituelle Heilerin May auf, die für jedes Wehwehchen den passenden Edelstein parat hat. Mit einem Hauch von Magie beginnt für Gerald eine skurrile Reise der Selbstfindung. Die Heilsteine haben unvorhersehbare Nebenwirkungen, die ihn immer wieder in den Ramschladen der Heilerin treiben, um herauszufinden, warum plötzlich die seltsamsten Dinge passieren.

FREITAG 7.10., 18.30

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LESBISCHE KURZFILME

DESIRES
Yannick Nolin, Clarissa Rebouças, Frankreich 2015, 9 Minuten
Zwischen Charlotte und Marie läuft alles super. Eigentlich.

DIE BALLADE VON ELLA PLUMMHOFF
Barbara Kronenberg, Deutschland 2015, 29 Minuten
Während die Achtklässlerin Ella vor einer Matheaufgabe steht, von der ihre Versetzung abhängt, träumt sie von den Liebeslektionen ihres tuntigen Ballettlehrers, vom Nachhilfeunterricht mit einer ziemlich nerdigen Siebtklässlerin, ihrer ständig nervenden Mutter und dem ersten Kuss … der wunderbar schräge und mit Preisen ausgezeichnete Abschlussfilm von Barbara Kronenberg.

FLUIDO
Márcia Bellotti, Brasilien 2015, 5 Minuten
Ohne Kommentar.

INGRID
Maick Hannder, Brasilien 2016, 7 Minuten
Der Körper einer besonderen Frau.

MORE THAN GOD
Kev Cahill, UK 2015, 9 Minuten
Ein Brief wird gefunden. Ein Gebet wird runtergeleiert. Eine Affäre wird unterstellt. Ein amüsanter und überraschender Ausflug ins katholische Irland, wo die Uhren, wie wir spätestens seit dem Referendum für die Homoehe wissen, trotzdem erfreulich anders ticken.

MUKWANO
Mads-August Grarup Hertz, Dänemark 2016, 20 Minuten
Mary Kabufufu ist auf der Suche nach ihrer Partnerin. Die beiden haben sich bei der Flucht nach Europa aus den Augen verloren. Bei der Anhörung durch eine Kommission der dänischen Einwanderungsbehörde durchlebt Mary eine harte Prüfung.

MOMS ON FIRE
Joanna Rytel, Schweden 2016, 12 Minuten
Zwei schwangere Frauen lassen sich gehen. Der erfrischend direkte Kurzfilm aus Knete wurde bei der diesjährigen Berlinale mit dem TEDDY-Award ausgezeichnet.

THE SECOND FIRST DATE
Raquel Barrera, Spanien 2015, 10 Minuten
Manchmal geht das erste Date so dermaßen daneben, dass man es einfach noch einmal wiederholen muss.

FREITAG 7.10., 22.30

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WOMEN WHO KILL

Ingrid Jungermann, USA 2015, 93 Min., OmU

Morgan und Jean sind als Moderatorinnen ihres Podcasts über “Wahre Verbrechen” bereits lokale Berühmtheiten, die mit ihren realen Gruselgeschichten so manchen Krimifan begeistern. Doch so perfekt die beiden Frauen als Moderatorinnen-Duo miteinander harmonieren, so wenig haben sie als Paar funktioniert.
Als Morgan schließlich die mysteriöse Simone kennenlernt, geraten die geregelten beruflichen Interessen aus den Fugen. Allen Warnungen aus dem Freundeskreis zum Trotz, mit der neuen Flamme stimme irgendetwas nicht, lässt sich Morgan auf eine Beziehung mit Simone ein. Und schon hat er begonnen, der Kreislauf aus Verdächtigungen, Paranoia und Angst. Gut, dass Morgan eine enge Freundin hat, mit der sie über all ihre Zweifel reden kann. Dumm nur, dass ausgerechnet diese Vertraute gerade wegen mehrfachen Mordes im Gefängnis sitzt.

Ingrid Jungermann ist mit ihrem Debütfilm WOMEN WHO KILL eine herrlich erfrischende, charmant-freche Komödie über die Suche nach dem Sinn moderner Beziehungen gelungen.
Facettenreich und mit einem guten Gespür für Situationskomik nimmt uns Jungermann mit in die Welt der Liebesbeziehungen im Brooklyn des 21. Jahrhundert – schräg, innovativ und in jedem Fall lustig.

FREITAG 7.10., 20.30

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GIRLS LOST

Alexandra-Therese Keining, Schweden 2015, 106 Min., OmU

Kim, Momo und Bella verbindet eine tiefe Freundschaft, Momo empfindet vielleicht auch ein bisschen mehr für Kim. Gemeinsam wachsen sie in einem kleinen schwedischen Ort auf. Das regelmäßige Mobbing durch ihre Mitschüler gehört zum üblichen Tagesablauf, den sie über sich ergehen lassen, da sie ihm nicht entfliehen können. Die Schule vergessend, finden sie Zuflucht in der alten Gärtnerei von Bellas verstorbener Mutter. Dort pflanzen sie eine wundersame Blume an, deren Nektar sie eines Abends kosten. Plötzlich finden sie sich für eine Nacht in männlichen Körpern wieder und werden tatsächlich vollkommen anders wahrgenommen und behandelt. Sie finden erstmals Anschluss, besonders Kim geht in der neuen Rolle auf, was Momo und Bella mit zunehmendem Unbehagen beobachten. Zwar verfliegt die Wirkung des Nektars bei Tagesanbruch, doch die nächtlichen Ausflüge hinterlassen Spuren, verändern nicht nur ihr Äußeres, sondern auch ihre Wahrnehmung, ihr Selbstbewusstsein, ihre Freundschaft. Eine wunderbare Geschichte über die befreiende Suche nach sich selbst.

Nach dem Roman POJKARNA von Jessica Schiefauer, Kinder- und Jugendbuch des Jahres 2011 in Schweden.

SAMSTAG 8.10., 16.00

 

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JÁ, OLGA HEPNAROVÁ

Tomas Weinreb, Petr Kazda, TR, SR, P, F 2016, 106 Min. OmU

Olga ist eine komplizierte junge Frau, die sich von ihrer gefühlskalten Familie und gesellschaftlichen Konventionen freizuschwimmen versucht. Kettenrauchend schlackst der Louise-Brooks-artige Tomboy von einem Arbeitsplatz zum nächsten, bis sie als LKW-Fahrerin ihre Bestimmung gefunden zu haben scheint. Es gibt Liebhaberinnen, aber keine Beziehung, ständig kommt es zu Konfrontationen, sprachlosen Gefühlsausbrüchen und Ausnahmezuständen.
In präzis komponierten Einstellungen und bestechendem Schwarzweiß erzählt der Film die kurze Lebensgeschichte einer einsamen jungen Frau, die eines Tages Amok läuft. Im Gefängnis schreibt sie, dass sie sich damit an der Gesellschaft und den Menschen rächt, von denen sie sich gehasst fühlt. Sie ist die letzte Person, die in der Tschechoslowakei hingerichtet wurde – trotz einer möglichen psychischen Erkrankung.

Einfühlsam, atemberaubend und ohne jede Sensationslust erzählt JÁ, OLGA HEPNAROVÁ die Vita der gleichnamigen Frau, deren Geschichte bis heute in der tschechischen Gesellschaft nachwirkt.

Der erste Spielfilm der Regisseure Tomas Weinreb und Petr Kazda, die bisher gemeinsam Dokumentar- und Kurzfilme realisiert haben, basiert auf einer wahren Begebenheit.

SAMSTAG 8.10., 18.30

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SCHWULE KURZFILME

ALL WE SHARE
Jerry Carlsson, Schweden 2014, 25 Minuten
Baumpfleger Samir und seine Kollegin Sara stehen vor einer seltsamen Aufgabe: Sie sollen einen prächtigen und gesunden Baum im Garten eines Ehepaares fällen. Doch sie merken bald, dass der Baum eine tragische Vergangenheit hat.

DESNUDOS
José Antonio Cortés Amunárriz, Spanien 2013, 12 Minuten
Vater, Mutter, Sohn essen zu Abend. Als es wegen der sexuellen Ausrichtung des Sohnes zum Streit kommt, ziehen Mutter und Sohn einen bemerkenswerten Schlussstrich.

FLUIDO
Márcia Bellotti, Brasilien 2015, 5 Minuten
Ohne Kommentar.

MASS: C19H28O2
Sam Hendi & David Goldenberg, UK 2016, 14 Minuten
Muskeln, Haare, Haut, Männerschweiß.
In Großaufnahme und Schwarz-Weiß.

MONDAY SOCCER
Marina Loducca, USA 2015, 5 Minuten
Ein Mann, ein Doppelleben.

ONE NIGHT IN TOKORIKI
Roxana Stroe, Rumänien 2016, 18 Minuten
Geanina feiert ihren 18. Geburtstag in einer rumänischen Dorfdisko. Die Haare sind hochgegelt, die Neonpalme ist eingeschaltet, der DJ legt osteuropäischen Pop auf und sehnsüchtige Blicke fliegen durch die Luft … Der hinreißende Kurzfilm wurde bei der Berlinale 2016 mit dem Spezialpreis ausgezeichnet.

PARTING
Dimitris Toulias, UK 2016, 10 Minuten
Nach einem langen gemeinsamen Leben wird es für ein Liebespaar Zeit, Abschied zu nehmen.

THE ORCHID
Ferran Navarro-Beltrán, Spanien 2013, 3 Minuten
Ein Vater möchte seinem Sohn etwas Wichtiges am Telefon mitteilen. Aber manchmal ist halt nur die Mailbox dran.

TRUNK
Jack Taylor Cox, AUS/UK 2013, 11 Minuten
Bei der Trauerfeier für seinen Großvater wird Neil von einem Ungetüm verfolgt, das größer als seine Trauer ist und ihn einfach nicht in Ruhe lassen will.

SAMSTAG 8.10., 20.30

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THÉO ET HUGO DANS LE MÊME BATEAU

Olivier Ducastel, Jacques Martineau, Frankreich 2016, 97 Min, OmU

In einem Sex-Club treffen die Körper von Théo und Hugo aufeinander. Sie tauschen sich aus, verschwimmen in der Unschärfe eines hemmungslosen Verlangens, nehmen im Wechsel ihrer Blicke Gestalt an, um sich erneut zu erkunden und zu verlieren. Wenige Momente später zieht es die beiden jungen Männer nach draußen. Gemeinsam lassen sie sich durch die leergefegten Straßen im nächtlichen Paris treiben. Unvermittelt werden sie hier mit einer Realität konfrontiert, die ihre Freiheit und Ziellosigkeit aushebelt und jedem weiteren Schritt eine Ratlosigkeit von existenziellem Ausmaß verleiht: Möchten sie mehr voneinander erfahren? Wird Vertrauen belohnt werden? Was erwartet sie? Mit meisterhaftem Feingefühl lassen Olivier Ducastel und Jacques Martineau uns daran teilhaben, wie zwei Männer in einer tiefen gegenseitigen Verunsicherung stranden und dennoch nach Nähe suchen. Ihre beiden Hauptdarsteller verzaubern mit großem Einfühlungsvermögen und umwerfendem Charme.

THEO ET HUGO gewann den Teddy Publikumspreis auf der diesjährigen Berlinale.

Die Berliner Zeitung schreibt: „In beeindruckenden Stimmungsbildern, mal ruhig, mal gewagt, mal tempogeladen, und mit meisterhaftem Feingefühl. Eine berührende Liebesgeschichte, die unglaublich zart ist, hingebungsvoll, voller Wärme, Vertrauen und Loyalität.“

SAMSTAG 8.10., 22:30

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PRIDE PICTURES PRUNCH

Für das Filmtage-Frühstück haben wir für euch in diesem Jahr wieder das Glashaus des Café Palaver reserviert. Dort könnt ihr das traditionelle Frühstück à la carte genießen und euch mit netten Leuten treffen.

Es gibt keine Voranmeldung. Schaut einfach spontan, ob ihr noch ein Plätzchen findet. Wir vom Team freuen uns auf euch und stoßen gerne mit einem Sekt auf die 23. PRIDE PICTURES an.

SONNTAG 9.10., 11:00

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WEEKENDS

Lee Dong-ha, Korea 2016, 98 Min., OmeU

Singen macht glücklich, stärkt das Immunsystem und ist ganz allgemein für das geistige und körperliche Wohlbefinden von Vorteil – allein und in der Gruppe. Dass das gemeinsame Singen im Chor eine angenehm gesellige, unter Umständen aber auch eine brisante politische Komponente haben kann, davon erzählt die ebenso informative wie sympathische Dokumentation WEEKENDS aus Südkorea.

Im Mittelpunkt stehen der schwule Männerchor G-Voice aus Seoul und seine Mitglieder. Seit über zehn Jahren kommen die Laiensänger jedes Wochenende zusammen und proben für ihre Auftritte, was mit guter Laune, viel Gelächter und manchem schiefen Ton einhergeht. Die Musik und die Texte der Lieder verfassen sie selbst und verarbeiten persönliche Erfahrungen zu Themen wie Liebe, Coming-out oder sozialer Ausgrenzung.

Als einziger schwuler Chor des Landes haben sie sich mittlerweile ein beachtliches Niveau erarbeitet und treten überregional auf. Dass ihr Engagement der zum Teil offen homophoben Gesellschaft Südkoreas ein Dorn im Auge ist, erfahren die Sänger bei ihren öffentlichen Auftritten, beispielsweise bei einer Queer-Parade oder der ersten Homo-Hochzeit in Südkorea, wo sie wütenden „Sterbt! Sterbt! Sterbt“-Chören ihrer „frommen“ Mitmenschen ausgesetzt sind.

Der junge Regisseur Lee Dong-ha zeigt in seinem Debütfilm die Entwicklung des Chores und die sympathischen Sänger mit ihren persönlichen Geschichten. Gleichzeitig macht der Film aufmerksam darauf, wie wichtig die Arbeit des Chores für Gleichberechtigung und LGBTIQ im christlich-konservativ geprägten Südkorea nach wie vor ist.

SONNTAG 9.10., 16.00

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