JÁ, OLGA HEPNAROVÁ

JÁ, OLGA HEPNAROVÁ

Tomas Weinreb, Petr Kazda, TR, SR, P, F 2016, 106 Min. OmU

Olga ist eine komplizierte junge Frau, die sich von ihrer gefühlskalten Familie und gesellschaftlichen Konventionen freizuschwimmen versucht. Kettenrauchend schlackst der Louise-Brooks-artige Tomboy von einem Arbeitsplatz zum nächsten, bis sie als LKW-Fahrerin ihre Bestimmung gefunden zu haben scheint. Es gibt Liebhaberinnen, aber keine Beziehung, ständig kommt es zu Konfrontationen, sprachlosen Gefühlsausbrüchen und Ausnahmezuständen.
In präzis komponierten Einstellungen und bestechendem Schwarzweiß erzählt der Film die kurze Lebensgeschichte einer einsamen jungen Frau, die eines Tages Amok läuft. Im Gefängnis schreibt sie, dass sie sich damit an der Gesellschaft und den Menschen rächt, von denen sie sich gehasst fühlt. Sie ist die letzte Person, die in der Tschechoslowakei hingerichtet wurde – trotz einer möglichen psychischen Erkrankung.

Einfühlsam, atemberaubend und ohne jede Sensationslust erzählt JÁ, OLGA HEPNAROVÁ die Vita der gleichnamigen Frau, deren Geschichte bis heute in der tschechischen Gesellschaft nachwirkt.

Der erste Spielfilm der Regisseure Tomas Weinreb und Petr Kazda, die bisher gemeinsam Dokumentar- und Kurzfilme realisiert haben, basiert auf einer wahren Begebenheit.

SAMSTAG 8.10., 18.30

GIRLS LOST
SCHWULE KURZFILME

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