RARA

RARA

Pepa San Martin, Chile / Argentinien 2016, OmeU

Sara lebt nach der Trennung ihrer Eltern mit ihrer jüngeren Schwester bei ihrer Mutter, die mit einer Frau zusammenlebt. Ihr Alltag unterscheidet sich kaum von dem anderer Familien, und Sara ist es ziemlich egal, dass ihre Mutter lesbisch ist. Der Vater sieht das anders. Sara erforscht mit ihrem unvoreingenommenen, klugen Blick die Welt einer harmonischen Nicht-Standard-Familie. Als Saras 13. Geburtstag ansteht, ist sie überfordert: die erste Verliebtheit, ein Körper, der sich verändert, und jetzt noch die Loyalitätskonflikte mit ihren Eltern … alles wirkt falsch. Sara und ihre Schwester beobachten dieses Drama der Erwachsenenwelt, von dem sie ferngehalten werden, das jedoch ihre eigene Welt so grundlegend verändert.

Das Drehbuch beruht auf einem realen chilenischen Sorgerechtsfall des Jahres 2004, in dem eine Richterin das Sorgerecht für ihre Kinder verlor, weil sie lesbisch war. In ihrem Langfilmdebüt erzählt Pepa San Martin eine einfühlsame, wunderbar beobachtete Geschichte mit leisen Tönen und menschlichen Werten. Sanft, aber geradlinig zeichnet sie eine Familie, die langsam in den Sog der Ereignisse gerät. Der Film endet, bevor der Prozess beginnt. Das selbstbewusste und großartige Spiel der jungen Julia Lubbert als Sara vollendet diesen außergewöhnlichen Film.

MITTWOCH 5.10., 21.15

QUAND ON A 17 ANS
BARASH

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