THEY HATE ME IN VAIN

THEY HATE ME IN VAIN

LGBT CHRISTIANS IN TODAY’S RUSSIA

Yulia Matsiy, Italien 2013, dt. UT, 66 Min.

In Anwesenheit der Regisseurin Yulia Matsiy & Amnesty International

Ausgehend von Interviews, darunter einige mit Russlands bekanntesten LGBT-Aktivisten, gewährt diese hochaktuelle Dokumentation einen authentisch-nüchternen Einblick in das Leben und die Schwierigkeiten zahlreicher Mitglieder der queeren Community des Landes. Seit der Verschärfung der Gesetze durch die Duma 2013 steht die „Propaganda nicht-traditioneller sexueller Beziehungen“ unter Strafe. Das Gesetz 6.21, das vorgibt „russische Familien und Minderjährige vor homosexueller Propaganda“ zu schützen, legitimiert in Wahrheit Gewalt gegenüber Schwulen und Lesben, bläst zur Hatz auf Homosexuelle im Internet, animiert zu öffentlicher Beschimpfung, Stigmatisierung und Diskriminierung, beschneidet die Pressefreiheit und lenkt nicht zuletzt von den wirklichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemen Russlands ab.

Die russisch-orthodoxe Kirche unterstützt den Staat in seiner rückwärts gewandten Politik und gerade deshalb erleben sich viele christlich gläubige LGBTler als „doppelte Minderheit“. Neben dem Versuch Antworten zu geben auf die auch für andere Gesellschaften spannende Frage, inwiefern sich Homosexualität mit christlichem Glauben verbinden lässt, zeigt der Film erstmals Aufnahmen von Protesten in Moskau und Material aus dem Internet mit Gewaltszenen gegenüber Homosexuellen.

Die Produktion von THEY HATE ME IN VAIN wurde von der italienischen Sektion von Amnesty International unterstützt. Die russische Regisseurin Yulia Matsiy, die in Mailand lebt, steht uns zusammen mit Mitgliedern der Karlsruher Amnesty-Gruppe zu einer anschließenden Diskussion zur Verfügung.

SONNTAG 5.10., 16.00

THE WAY HE LOOKS
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