Filme

And then we danced

Als wir tanzten

Merab kommt aus armen Verhältnissen und hält sich mit seiner Arbeit als Kellner über Wasser. Es ist sein größter Traum, professioneller Tänzer zu werden. Dafür studiert er an der „Akademie des Georgischen Nationalballetts“ in Tiflis. 
Im Neuankömmling Irakli sieht Merab zunächst einen ernst zu nehmenden Konkurrenten auf den ersehnten festen Platz im Ensemble. Auf die anfängliche Rivalität folgt bald gegenseitige Anziehung und Verlangen. Ihre Liebe ist jedoch in der homophoben Gesellschaft, in der die beiden jungen Tänzer leben, nicht akzeptiert. 
In Georgien sorgte Levan Akins ALS WIR TANZTEN bereits vor der Kinopremiere für heftige Proteste, zu denen allen voran die georgisch-orthodoxe Kirche und homophobe Nationalisten aufgerufen hatten. Die Bilanz: Ausverkaufte Kinovorstellungen unter Polizeischutz, knapp 30 Festnahmen und einige Verletzte. Die Gegner werten den Film als Angriff auf die Kirche, den traditionellen Nationaltanz und die georgischen Werte. 
Auf den Filmfestspielen in Cannes wurde das mitreißende Liebes und Tanzdrama des schwedischen Regisseurs von der internationalen Filmgemeinschaft gefeiert und seitdem mehrfach prämiert. Der Regisseur, dessen Familie selbst aus Georgien stammt, setzt mit diesem Film ein klares Zeichen gegen die Queer-Feindlichkeit im Lande.

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